
Strategischer Zukauf: Cerro de Pasco Resources erweitert sein Rohstoffprojekt erheblich
Cerro de Pasco Resources hat mit dem peruanischen Staatsunternehmen Activos Mineros die Verträge für die gesamte Quiulacocha-Halde unterzeichnet. Rund um den Abschluss fließen 6,65 Mio. USD.
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Cerro de Pasco Resources ISIN CA1568281051 WKN A2N7XK hat sich die Rechte an der gesamten Quiulacocha-Halde in Peru gesichert. Die peruanische Tochtergesellschaft unterzeichnete am 20. Oktober die endgültigen Verträge mit dem staatlichen Unternehmen Activos Mineros, wie Cerro de Pasco Resources mitteilt.
Der Abschluss umfasst die bislang fehlenden Teile der Rückstände, also des Abraums aus der früheren Erzaufbereitung, sowie ein Nutzungsrecht von bis zu 30 Jahren an der zugehörigen Fläche. Beim Vollzug fließen 6,65 Mio. USD. Noch muss die Börse TSX Venture Exchange zustimmen.
Rückstände auf 128 Hektar wechseln den Besitzer
Die Verträge gehen auf die öffentliche Versteigerung Nr. 001-2026-AMSAC zurück, die Activos Mineros dem Unternehmen zugesprochen hatte, wie dieses am 12. Oktober mitteilte. Das Staatsunternehmen ist in Peru für die Sanierung von Umweltaltlasten aus dem Bergbau zuständig und darf solche Abfälle nach einem Dekret aus dem Jahr 2008 an Private abgeben.
Übertragen werden Rückstände auf rund 128,07 Hektar im Distrikt Simón Bolívar in der Provinz Pasco. Nicht Teil des Geschäfts sind Land, Anlagen, Infrastruktur und die Systeme zur Behandlung saurer Wässer, die im Besitz von Activos Mineros bleiben. Das Risiko für Menge, Qualität und Verwertbarkeit trägt das Unternehmen.
Das Nutzungsrecht erstreckt sich auf 123,39 Hektar, darunter 13 bestehende Nebenanlagen wie der Hauptdamm. Davon liegen 42,47 Hektar innerhalb der eigenen Konzession El Metalurgista, an der das Unternehmen bereits Rechte an den Rückständen hält. Die Anlagen fallen am Ende ohne Entschädigung an Activos Mineros zurück.
Mit den Rechten an der gesamten Halde und dem Nutzungsrecht verfüge man nun über "die Rechtssicherheit, die das Projekt braucht", sagte Guy Goulet, Chief Executive Officer von Cerro de Pasco Resources. Das Unternehmen dankte Activos Mineros und dessen Verkaufsausschuss für die Abwicklung des Verfahrens.
Die Rechnung besteht aus Einmalzahlungen und laufenden Lasten
Beim Vollzug zahlt Cerro de Pasco Resources 6,65 Mio. USD zuzüglich Steuern. Davon entfallen 3,78 Mio. USD auf den Kaufpreis der Rückstände, 1,435 Mio. USD auf eine endgültige, nicht erstattbare Prämie für das Nutzungsrecht und 1,435 Mio. USD auf die erste Jahresgebühr. Die Gebühr in gleicher Höhe wird danach jedes Jahr fällig.
Hinzu kommen laufende Kosten für die Behandlung saurer Wässer. Das Unternehmen trägt vierteljährlich die Kosten der Anlage von Activos Mineros samt einem Aufschlag von 7 % für Verwaltung und Unterstützung, zunächst in voller Höhe. Eine hydrologische Untersuchung soll später klären, welcher Anteil dem Projekt zuzurechnen ist.
Für die Bevölkerung im Einflussgebiet richtet das Unternehmen binnen zwölf Monaten nach Unterzeichnung der Vertragsurkunde einen privaten Treuhandfonds für Sozialprojekte ein. Er erhält 520.000 USD zum Start und weitere 520.000 USD binnen 45 Tagen nach Genehmigung der Umweltverträglichkeitsprüfung. Im Betrieb kommen jährlich 260.000 USD hinzu.
Vor dem ersten Erlös stehen Genehmigungen und Studien
Auf die spätere Verwertung der Rückstände erhält Activos Mineros eine vertragliche Abgabe, die Royalty. Sie hängt von der Betriebsmarge ab, also vom Anteil des Gewinns am Umsatz: Bei Margen bis 36,6 % beträgt der Satz 1 % des Umsatzes, bei Margen über 80 % sind es 6 %. In jedem Quartal werden mindestens 1 % des Umsatzes fällig.

Bildquelle: Cerro de Pasco Resources
Fällig wird die Abgabe erst, wenn Erlöse fließen. Vor der Genehmigung der Umweltverträglichkeitsprüfung dürfen die Rückstände nicht verwertet oder abtransportiert werden, erlaubt sind nur Studien, Probenahmen und Schutzmaßnahmen. Zuerst steht der Antrag auf Wiederaufbereitung beim Bergbauministerium an.
Die Fristen sind eng. Der Vertrag kann enden, wenn die Genehmigung zur Wiederaufbereitung nicht binnen eines Jahres nach Antragstellung vorliegt, die Umweltverträglichkeitsprüfung muss binnen 36 Monaten genehmigt sein. Activos Mineros kann diese Frist um bis zu 12 Monate verlängern. Bereits gezahlte Beträge werden nicht erstattet.
Eine Ressourcen- oder Reservenschätzung nach dem kanadischen Berichtsstandard NI 43-101 für die Rückstände gibt es bislang nicht. Präsident Manuel Rodriguez Mariategui nennt den Abschluss "einen prägenden Moment", mit dem das Unternehmen vom Sichern seiner Vermögenswerte zu deren Entwicklung übergehe. Offen bleibt, ob die Halde den Erwartungen standhält.
