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Effiziente HaldenverwertungCerro de Pasco meldet starke Silberrückgewinnung aus historischer Abraumhalde

Der kanadische Rohstoffexplorer Cerro de Pasco Resources legt für sein peruanisches Quiulacocha-Projekt ein Aufbereitungskonzept mit zwei Konzentratströmen vor. Die bisherigen Tests zeigen hohe Rückgewinnungsraten bei Sulfiden und Silber und ebnen den Weg für die industrielle Umsetzung.

von Verumo-Redaktion

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Titelbild: Cerro de Pasco Resources

Cerro de Pasco Resources (ISIN: CA1568281051, WKN: A2N7XK) verdichtet die technische Strategie für sein Quiulacocha-Projekt in Peru. Nach mehr als 110 Einzeltests arbeitet das Unternehmen nun auf die parallele Produktion von basismetall- und pyritreichen Konzentraten hin, die jeweils Silber enthalten. Für das Projekt bedeutet dies einen strategischen Meilenstein, da der Übergang von der selektiven Metallgewinnung zur vollständigen Verwertung des Haldenmaterials erhebliche Effizienzreserven hebt.

In einem ersten Pilotversuch wurden nach Unternehmensangaben bisher mehr als 92,5 % der gesamten Sulfide und rund 94 % des Silbers in ein Bulk-Sulfidkonzentrat überführt. Zugleich zielt das Verfahren darauf, den Schwefelgehalt in den Endrückständen niedrig zu halten, was das Säurebildungspotenzial senken könnte. Diese Reduzierung stabilisiert die Umweltbilanz, da das Unternehmen die Maßnahme mit der Sanierung historischer Altlasten verknüpft.

Hoher Pyritgehalt erzwingt zweistufige Aufbereitung

Die Zusammensetzung des Erzes bestimmt das metallurgische Verfahren. Der beprobte Teil der Quiulacocha-Halden besteht zu mehr als 50 % aus Pyrit. In den Pilotdaten liegt der Pyritanteil im Konzentrat sogar bei 89,74 %, während er in den Endrückständen auf 3,81 % fällt. Silber ist dabei eng an Sulfide gebunden. Aus diesem Grund bündelt die Aufbereitung zuerst die Sulfide und trennt sie erst im Anschluss in einzelne Ströme.

Der technische Ablauf bleibt vorerst konzeptionell, ist aber klar umrissen. Zunächst werden die wiederaufgenommenen Halden einer Sulfidflotation zugeführt, einem Verfahren zur Trennung von Mineralen. Anschließend folgt die Trennung von Basismetallen und Pyrit. Das angezielte Pyritkonzentrat soll einen Reinheitsgrad von 90 bis 95 % erreichen. Das eröffnet hervorragende Chancen für eine zusätzliche Metallrückgewinnung und positioniert das Material gleichzeitig als wertvollen Einsatzstoff für die Schwefelsäureproduktion.

Industrielle Verwertung verwandelt Pyrit in Wertstoff

Pyrit galt in solchen Materialien lange eher als metallurgische Last. Nun beschreibt Cerro de Pasco das Mineral als möglichen Rohstoff für Düngemittel- und Industriemärkte, weil aus Pyrit über Röstung Schwefeldioxid und daraus Schwefelsäure gewonnen werden können. Nach Angaben des Unternehmens laufen dazu erste Gespräche mit potenziellen Abnehmern, verbindlich ist bislang jedoch nichts.

Hinzu kommen frühe Hinweise auf Gallium und Indium, beides strategische Technologiemetalle. Gallium scheint eher in silikatischen Rückständen zu sitzen, Indium ist vor allem mit dem zinktragenden Mineral Sphalerit verbunden und damit näher am Basismetallstrom. Diese wertvollen Beiprodukte stärken die langfristige Perspektive des Projekts spürbar, während die angelaufenen explorativen Programme nun das genaue Potenzial ermitteln.

Hohes wirtschaftliches Potenzial vor der Validierung

Die neuen Daten liefern hierfür das technische Fundament, auf dessen Basis nun die formelle Einstufung von Mineralressourcen und Reserven nach dem kanadischen Standard NI 43-101 vorbereitet wird. Die bisherigen Ergebnisse beziehen sich auf konkrete Proben und einen begrenzten Pilotmaßstab. Die anstehenden Folgearbeiten sollen diese vielversprechenden Resultate nun für das gesamte Lager validieren.

Als Nächstes will Cerro de Pasco Resources die Trennung der Basismetalle weiter optimieren, Pyrit rösten und die Auslaugung des entstehenden Kalzinats testen. Eine konsolidierte metallurgische Aktualisierung stellt das Unternehmen für die zweite Hälfte 2026 in Aussicht. Dieses Update liefert die entscheidenden Daten, um das technisch stimmige Konzept zielgerichtet in einen robusten und hochgradig wirtschaftlichen Produktionsweg zu überführen.