
Magnificent Seven abgehängt: SpaceX-Kaufvolumen übertrifft Nvidia-Nachfrage um mehr als das Vierfache
Privatanleger haben innerhalb von drei Handelstagen mehr Geld in SpaceX gesteckt als in alle Magnificent-Seven-Aktien zusammen. Die Aktie legte nach dem IPO deutlich zu, verlor zuletzt aber an Schwung. Das Unternehmen erweitert zugleich seinen Aufsichtsrat.
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Privatanleger haben in den ersten drei Handelstagen nach dem Börsengang von SpaceX (ISIN: US84615Q1031, WKN: A42D4F) mehr Geld in die Aktie investiert als in alle Aktien der sogenannten Magnificent Seven zusammen. Das geht aus Daten von Vanda Research hervor.
Nach Angaben von Vanda kauften Privatanleger in diesem Zeitraum SpaceX-Aktien im Wert von 369,8 Mio. USD netto. Zum Vergleich erwarben sie im selben Zeitraum Nvidia-Aktien (ISIN: US67066G1040, WKN: 918422) im Wert von 88,2 Mio. USD, während Tesla (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T) und Apple (ISIN: US0378331005, WKN: 865985) per saldo verkauft wurden. Selbst die addierten Käufe aller sieben Magnificent-Seven-Werte zusammen mit den beiden Indexfonds SPDR S&P 500 ETF Trust und Invesco QQQ Trust Series erreichten laut Vanda in etwa nur das Niveau der SpaceX-Käufe.
Aktie legt nach IPO deutlich zu, verliert zuletzt aber an Schwung
Die SpaceX-Aktie wurde am Mittwoch mit 193,33 USD gehandelt, ein Plus von 43,2 % gegenüber dem Ausgabepreis von 135 USD, wie aus Daten von Dow Jones Market Data hervorgeht. Im Handelsverlauf am Mittwoch gab die Aktie um rund 3 % nach.
Die Konzentration auf eine einzelne Aktie fällt in eine Phase allgemeiner Zurückhaltung am Markt für Einzelaktien. Die vergangene Woche verzeichnete das niedrigste wöchentliche Nettokaufvolumen bei Einzelaktien seit März 2020, selbst unter Einbeziehung des SpaceX-Börsengangs. Die Nachfrage nach SpaceX hat nicht auf andere Werte mit Bezug zu künstlicher Intelligenz übergegriffen. Stattdessen sind zusätzliche Mittel verstärkt in breiter gestreute Index- und Themenfonds geflossen.
SpaceX erweitert Aufsichtsrat um früheren PayPal-Finanzchef
SpaceX hat zudem den früheren PayPal-Finanzchef und Wagniskapitalgeber Roelof Botha mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat berufen, wie das Unternehmen am Mittwochnachmittag mitteilte. Er war bis November 2025 Managing Partner bei Sequoia Capital, das nach eigenen Angaben rund 1,5 % an SpaceX hält und nach Forbes-Angaben mindestens 1,8 Mrd. USD in das Unternehmen investiert hat.
Botha ist nach Luke Nosek und Elon Musk das dritte Aufsichtsratsmitglied bei SpaceX mit Verbindungen zur sogenannten PayPal-Mafia, einer Gruppe früherer PayPal-Mitarbeiter und -Investoren. SpaceX gilt als "kontrollierte Company", ein Unternehmen unter mehrheitlicher Kontrolle eines einzelnen Eigentümers oder einer kleinen Gruppe, bei dem der Aufsichtsrat überwiegend aus nicht unabhängigen Mitgliedern bestehen darf. Für den Prüfungsausschuss schreiben die Börsenregeln jedoch eine Mindestzahl unabhängiger Mitglieder vor. Es bleibt also spannend.