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Rendite der ersten StundeSpaceX-Marktdebüt bringt Erstinvestoren historische Renditen

Für die breite Masse der Anleger blieb SpaceX über Jahre unzugänglich. Der Börsenstart an der Nasdaq dokumentiert nun den beispiellosen Erfolg jener Wagniskapitalgeber, die das Unternehmen seit den Anfängen finanzierten.

von Verumo-Redaktion

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Titelbild: Spacex / Unsplash

Der Börsengang von SpaceX (ISIN: US84615Q1031, WKN: A42D4F) offenbart jene Werte, die über zwei Jahrzehnte hinweg im Verborgenen privater Gesellschafterlisten heranreiften. Nach CNBC-Berichten verbuchen Erstinvestoren wie US-Investor Ron Baron, die Investmentgesellschaft Cathie Woods Ark Invest und die Fondsgesellschaft Fidelity nun immense Wertzuwächse. Bei einem Emissionspreis von 135 USD je Wertpapier umfasst das globale Angebot zunächst 555.555.555 neue Aktien. Eine optionale Mehrzuteilung von bis zu 83.333.333 weiteren Papieren ergänzt dieses Volumen. Dem Konzern fließen dadurch rund 75 Mrd. USD zu, während die Gesamteinnahmen inklusive des Greenshoes – einer Platzierungsreserve bei hoher Nachfrage – auf gut 86 Mrd. USD klettern.

Baron stieg bereits 2017 über ein Mitarbeiter-Liquiditätsprogramm (Tender Offer) ein, als der Marktwert des Konzerns unter 22 Mrd. USD lag. Ark hält die Beteiligung mit 11,4 % als größte Position im hauseigenen Venture-Fund. Fidelity engagierte sich schon 2015 bei einer damaligen Bewertung von rund 10 Mrd. USD. Den erweiterten Kreis bilden die Wagniskapitalgesellschaft Founders Fund, die Venture-Capital-Firma Sequoia Capital und der Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz. Es folgen der Hedgefonds Coatue Management, die Investmentfirma D1 Capital Partners sowie diverse Stiftungen.

Verknappung der Eigentümerliste sichert Exklusivität

Greg Martin von der Investmentbank Rainmaker Securities betont, dass der Wert des Engagements den reinen Anschaffungspreis übersteigt, da bereits die Präsenz auf der Gesellschafterliste strategische Vorteile bot. Weil SpaceX den Kreis seiner Investoren über Jahre eng hielt, entwickelten sich frühe Anteile zu einem knappen Gut. Etablierte Eigner sicherten sich so den Vortritt bei Folgefinanzierungen, die anderen Institutionen verschlossen blieben.

Neben bekannten Fondsmanagern profitieren institutionelle Anleger von dieser Wertsteigerung. Der Pensionsfonds Ontario Teachers' Pension Plan investierte 2019 mehr als 200 Mio. USD. Die US-Hochschule Washington University in St. Louis hält laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg ein SpaceX-Paket, das mehr als zehn Prozent des gesamten Stiftungsvermögens von 17 Mrd. USD ausmacht. Der Börsengang sichert den Pensionskassen und Stiftungen somit signifikante Erträge für Rentenzahlungen und Forschungsetats.

Starlink avanciert zum Ertragspfeiler

SpaceX ist operativ längst mehr als ein Raketenbauer. In der offiziellen Präsentation zum Börsengang weist der Konzern für 2025 einen Konzernumsatz von 18,7 Mrd. USD und ein bereinigtes EBITDA von 6,6 Mrd. USD aus. Der wichtigste Ergebnistreiber ist inzwischen das Konnektivitätsgeschäft rund um das Satelliten-Internetnetzwerk Starlink. Dessen Umsatz wuchs von 3,9 Mrd. USD im Jahr 2023 auf 11,4 Mrd. USD im Jahr 2025, während das bereinigte EBITDA im selben Zeitraum von 1,6 Mrd. USD auf 7,2 Mrd. USD zulegte.

Damit erwarben die Finanziers nicht bloß Anteile an einem Transportdienstleister, sondern investierten in ein breit aufgestelltes Technologie-Ökosystem. Gleichzeitig bleibt das Startgeschäft der strategische Burggraben. Laut Unternehmensangaben erzielte dieses Segment 2025 Erlöse in Höhe von 4,1 Mrd. USD. Zudem verweist das Unternehmen darauf, seit 2023 weltweit mehr als 80 Prozent der gesamten Nutzlast in den Orbit befördert zu haben. Für 2025 nennt die Präsentation 165 Starts der Falcon-Modelle bei Nutzung von lediglich acht neuen Raketenstufen.

Milliardenverluste im Schatten des Wachstums

Trotz rasant steigender Erlöse verbucht die Konzernbilanz für 2025 einen Nettoverlust von 4,9 Mrd. USD. Besonders kapitalintensiv zeigt sich die Sparte für künstliche Intelligenz: Bei einem Umsatz von 3,2 Mrd. USD weist sie operativ bereinigt einen Fehlbetrag von 1,2 Mrd. USD aus. Der Börsengang honoriert somit die Ausdauer der Geldgeber, welche den kostspieligen Ausbau der technologischen Infrastruktur über Jahre hinweg getragen haben.

Die Kombination aus hoher Ertragskraft und immensem Investitionsbedarf beschreibt das Geschäftsmodell treffender als die reine Fixierung auf die Person des Gründers. Neben der Dominanz bei Raketenstarts und den stabilen Erträgen aus dem Starlink-Netzwerk sichert sich der Konzern bedeutende staatliche Aufträge. Die US-Raumfahrtbehörde NASA vergab 2022 eine zweite Vertragsoption für das bemannte Artemis-Mondlandesystem im Wert von rund 1,15 Mrd. USD. Das milliardenschwere Staatsgeschäft beweist, dass die Erstinvestoren eine unersetzliche Infrastruktur statt einer bloßen Weltraum-Vision finanzierten.