
Bilanz entlastet: Cerro de Pasco Resources beendet Trevali-Streit und fokussiert sich auf technische Entwicklung
Durch die Einigung mit Trevali und die Zustimmung der lokalen Gemeinde stärkt Cerro de Pasco Resources seine operative Basis. Das Quiulacocha-Projekt bleibt Modellanlage für Kreislaufwirtschaft im Bergbau.
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Cerro de Pasco Resources (ISIN: CA15687P1045, WKN: A2QK2W) treibt sein Megaprojekt in Peru mit wichtigen Fortschritten auf technischer, rechtlicher und sozialer Ebene voran. Das Unternehmen, das sich auf die Wiederverwertung historischer Minenrückstände spezialisiert hat, schließt ein komplexes Schiedsverfahren mit Trevali Mining ab und sichert sich gleichzeitig die nötigen Rechte für die weitere Projektentwicklung beim Quiulacocha-Tailingsfeld.
Technische Arbeiten rücken das Projekt in die Machbarkeitsphase
Nach Abschluss eines 40-Bohrlöcher umfassenden Programms hat CDPR mit Phase 2 des Projekts begonnen. Internationale Labore in Schweden, Chile, Peru und den USA arbeiten derzeit an Tests zur Optimierung der Metallrückgewinnung. Ziel ist die Produktion von marktfähigen Konzentraten aus Silber, Zink, Blei und Kupfer. Auch Gold und das Technologiemetall Gallium werden auf ihre Rückgewinnbarkeit geprüft.
Laut Unternehmen bestätigen die bisherigen Ergebnisse eine hohe Wirtschaftlichkeit des Vorhabens. Die Tailings lassen sich effizient ausbaggern und per Pumpe transportieren, was die Betriebskosten niedrig halten dürfte. Die Machbarkeitsstudie ist für das Jahr 2026 geplant.
Verwaltungsrechtlich entsteht Klarheit
Ein weiterer Meilenstein ist die Entscheidung des peruanischen Bergbaurats, die den Weg zur formellen Genehmigung des Reprocessing-Vorhabens ebnet. Künftig soll CDPR auch über das ursprüngliche El-Metalurgista-Konzessionsgebiet hinaus auf das gesamte Tailingsfeld zugreifen dürfen. Die noch ausstehenden Genehmigungen sollen laut Unternehmen im engen Dialog mit dem Energieministerium erfolgen.
Zudem wurde eine Oberflächenvereinbarung mit der lokalen Gemeinde Quiulacocha geschlossen. Diese regelt die Nutzung von Flächen für technische Arbeiten wie Bohrungen und Umweltstudien und stärkt die soziale Akzeptanz. Das Abkommen hat eine Laufzeit von zwei Jahren und sieht Maßnahmen zur Einbindung der Bevölkerung vor.
Vergleich mit Trevali entlastet Bilanz
Parallel zum technischen Fortschritt wurde eine langjährige Auseinandersetzung mit Trevali Mining beigelegt. In dem Streit ging es um Kaufpreisforderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Santander-Mine im Jahr 2021. Die Parteien einigten sich auf eine Einmalzahlung von 2 Mio. CAD durch CDPR und gegenseitigen Verzicht auf weitere Forderungen.
Mit dem Vergleich, der noch von einem kanadischen Gericht genehmigt werden muss, streicht CDPR laut eigenen Angaben rund 4,1 Mio. USD an bilanziellen Verpflichtungen. CEO Guy Goulet sprach von einem "klaren Signal für den Fokus auf die Kernprojekte" und lobte das Einvernehmen mit der Gegenseite.
Nachhaltigkeit bleibt im Zentrum
Das Quiulacocha-Projekt wird auch von staatlicher Seite als prioritär eingestuft. Seit 2023 steht es auf der Spezialliste des Wirtschaftsministeriums für strategisch wichtige Vorhaben. Die Kombination aus wirtschaftlicher Wertschöpfung und ökologischer Sanierung macht es zu einem Musterbeispiel für ressourcenschonenden Bergbau.
CDPR positioniert sich damit nicht nur als Projektentwickler, sondern auch als Akteur mit gesellschaftlichem Anspruch. "Diese Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist das Ergebnis eines offenen Dialogs, den wir sehr schätzen", sagte Goulet.
