
Beteiligung ausgebaut: Grünes Licht für Bohrstart im Kupfergürtel von Arizona
Prismo Metals vermeldet die fast vollständige Übernahme des Hot Breccia Projekts in Arizona Damit steht dem Explorationsstart nichts mehr im Weg.
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Prismo Metals (ISIN:CA74275P1071, WKN:A2QEGD) verstärkt seine Präsenz im weltweit bedeutenden Kupfergürtel von Arizona. Der kanadische Explorer hat seine Beteiligung am Hot Breccia Projekt von bisher 75 % auf 95 % erhöht und sich gleichzeitig eine verbindliche Option auf die verbleibenden 5 % von Infinitum Copper gesichert. Damit ist der Weg frei für den geplanten Explorationsstart.
Der Zukauf kostet Prismo 185.000 CAD in bar sowie rund 54.000 CAD in eigenen Aktien, die zu einem Ausgabepreis von 0,11 CAD je Aktie emittiert werden sollen. Das Geld kommt nicht aus dem laufenden Budget für das parallel betriebene Silberprojekt Silver King, sondern wird durch einen externen Vorschuss bereitgestellt.
Neue Flexibilität für Bohrstrategie
Für das Management war der bisherige Minderheitsanteil ein strategisches Hindernis. "Die fehlende Möglichkeit zur vollständigen Übernahme hat uns bisher daran gehindert, Bohrungen zu finanzieren oder Partnerschaften einzugehen", sagte Alain Lambert, CEO von Prismo. Diese Blockade sei nun gelöst, was die Möglichkeiten zur Projektentwicklung deutlich erweitere. Zudem wurde das bestehende Optionsabkommen mit dem Liegenschaftseigner Walnut Mines LLC verlängert.
Historisch hochgradige Kupfervorkommen
Hot Breccia liegt im Herzen des Arizona-Kupfergürtels, einer der bedeutendsten Regionen weltweit für Porphyr-Kupfervorkommen. Frühere Bohrungen von Rio-Tinto aus den 1970er Jahren trafen in Tiefen von 640 bis 830 Metern auf beachtliche Kupfergehalte, z.B. 23 Meter mit 0,54 % Kupfer oder 18 Meter mit 1,4 % Kupfer und 4,65 % Zink.
Die Vorkommen befinden sich in sogenanntem Magnetit-Skarn - einem eisenreichen Kontaktgestein, das häufig mit Kupfervererzung verbunden ist - und liegen in karbonathaltigem Gestein unterhalb vulkanischer Deckschichten, ein geologischer Aufbau, wie er auch im nahegelegenen Areal der Christmas-Mine von Freeport McMoRan zu finden ist.
Künstliche Intelligenz und Geophysik als Wegweiser
Prismo stützt sich auf ein modernes Explorationsmodell, das historische Daten mit aktuellen geophysikalischen Untersuchungen und einer KI-Analyse kombiniert. Die dabei identifizierte Zielzone umfasst rund 1.100 mal 1.150 Meter. "Das Projekt zeigt klassische Merkmale großer Porphyr-Kupfervorkommen", erklärte Explorationschef Dr. Craig Gibson.
Geplant ist, mit tiefen Bohrungen die vermutete Brekzienzone und ein darunter liegendes porphyrisches Intrusivgestein zu durchstoßen. Die bisherigen magnetischen Anomalien sowie ZTEM-Messungen (Z-Achsen-Tipper-Elektromagnetik) deuten auf potenziell umfangreiche Vererzungen im Untergrund hin. ZTEM ist eine geophysikalische Messmethode aus der Luft, die eingesetzt wird, um den elektrischen Widerstand und die Leitfähigkeit im Untergrund zu kartieren. Durch die Messung natürlicher elektromagnetischer Felder im Audiofrequenzbereich der Erde lassen sich potenzielle Kupfervorkommen aufspüren.
Neue Optionen für Kupferprojekt-Reaktivierung
Ein potenzieller Partner für die weitere Finanzierung oder ein Verkauf des Projekts sind Optionen, die Prismo mit der neuen Eigentümerstruktur nun offenstehen. Das Unternehmen schafft damit die strukturellen Voraussetzungen, um ein strategisch wichtiges historisches Kupferprojekt zu reaktivieren, was sich mittelfristig in Newsflow und höheren Aktienkursen bemerkbar machen könnte.
