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Berkshire HathawayDiese Aktien hat Warren Buffett im ersten Quartal gekauft

Es ist wieder 13F-Zeit: Welche Aktien hat Warren Buffetts Berkshire Hathaway im ersten Quartal verkauft, welche gekauft? Und welche Titel im Portfolio der Investmentholding sehen Analysten als besonders günstig an?

von Verumo-Redaktion

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Titelbild: picture alliance / AP / Seth Wenig

Es ist wieder einmal soweit: Investmentlegende Warren Buffett hat seine Wertepapiertransaktionen gemäß Form 1311 eingereicht – ein Dokument, das große institutionelle Investoren in den USA vierteljährlich bei der Börsenaufsichtsbehörde SEC einreichen müssen.

Buffett nimmt keine Aktie neu ins Portfolio auf

Das erste Quartal war bekanntlich von vielen Unsicherheiten geprägt: DeepSeeks KI und Unsicherheiten im Hinblick auf US-Einfuhrzölle verunsicherten Investoren. Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway (ISIN: US0846701086, WKN: 854075) hat im ersten Quartal keine einzige Aktie neu ins Depot genommen.

Allerdings wurden sieben Positionen aufgestockt. So wurden die Beteiligungen an Pool Corp. (ISIN: US73278L1052, WKN: A0JMVJ) und am Alkoholhersteller Constellation Brands (ISIN: US21036P1084, WKN: 871918) verdoppelt.

Aufgestockt wurden auch die Positionen in Dominos Pizza (ISIN: US25754A2015, WKN: A0B6VQ), im Spezialelektronikhersteller Heico (ISIN: US4228061093, WKN: 889997), in Occidental Petroleum (ISIN: US6745991058, WKN: 851921), Sirius (ISIN: FR0010812230, WKN: A1J4UX) (Audio Entertainment) und Verisign (ISIN: US92343E1029, WKN: 911090) (Internetinfrastruktur).

Buffett kehrt dem Finanzsektor den Rücken

Welche Aktien wurden verkauft? Lediglich von zwei Titeln trennte sich Buffetts Team im ersten Quartal vollständig: Die Position im FinTech NU Holdings (ISIN: KYG6683N1034, WKN: A3C82G) wurde aufgelöst, ebenso jene in Aktien der Citigroup (ISIN: US1729674242, WKN: A1H92V).

Zurückgefahren wurden die Positionen in Bank of America (ISIN: US0605051046, WKN: 858388), Capital One Financial (ISIN: US14040H1059, WKN: 893413), Charter Communications (ISIN: US16119P1084, WKN: A2AJX9), Davita (ISIN: US23918K1088, WKN: 897914), Liberty Media Formula One (ISIN: US5312297717, WKN: A3ERSY) und T-Mobile US (ISIN: US8725901040, WKN: A1T7LU).

Auffällig ist die fortgesetzte Reduzierung des Engagements im Finanzsektor, die bereits vor dem ersten Quartal begonnen hatte. Offenbar sieht Buffett aufgrund des beginnenden Zinssenkungszyklus den Druck auf die Margen der Institute wachsen.

Welche Aktien im Portfolio von Warren Buffett sind derzeit besonders interessant? Morningstar nennt einige nach den eigenen Modellen unterbewertete Aktien. Neben Constellation Brands und Occidental Petroleum gehören dazu auch Ally Financial (ISIN: US02005N1000, WKN: A1W2MF), Amazon (ISIN: US0231351067, WKN: 906866) und Kraft Heinz (ISIN: US5007541064, WKN: A14TU4).

Günstig bewertete Aktien im Buffett Portfolio

Zu Ally Financial kommentiert Morningstar-Analyst Michael Miller etwa: "Ein langsamerer Automarkt und höhere Kreditkosten haben die jüngsten Ergebnisse belastet, aber die verbesserte Finanzierungsstruktur von Ally dürfte zu besseren Renditen führen, als sie das Unternehmen in der Vergangenheit erzielt hat. Die Aktie wird 20 % unter unserer Fair Value-Schätzung von 45 USD gehandelt." Die Ergebnisse lagen den letzten vier Quartalen im oberen Bereich der Erwartungen oder darüber. Zwölf von 22 durch das Wall Street Journal beobachtete Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf.

Constellation Brands war im vierten Quartal ins Berkshire-Portfolio aufgenommen worden. Das Unternehmen "hat sich mit seinem Portfolio an meistverkauften mexikanischen Biermarken, die eine starken Markenwert und enge Vertriebspartnerschaften untermauern, einen Wide Moat erarbeitet", erklärt Morningstar-Analyst Dan Su. "Wir gehen davon aus, dass die Biermarken des Unternehmens das Wachstum ankurbeln werden, während die Trendwende bei Wein und Spirituosen noch Zeit brauchen wird. Die Aktie notiert 32 % unter unserer Fair Value-Schätzung von 274 USD."

Die Ergebnisse lagen im letzten Quartal deutlich über der Bandbreite der Erwartungen. Zehn von 24 durch das Wall Street Journal beobachtete Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf.

Zu Kraft Heinz notiert Morningstar Director Erin Lash: "Wir sind der Meinung, dass die Kraft Heinz-Aktie 53 USD pro Aktie wert ist, und die Aktien werden heute mit einem Abschlag von 49 % auf diesen fairen Wert gehandelt." Das Unternehmen fokussiere profitables Wachstum. Nur zwei der 24 durch das Wall Street Journal beobachteten Analysten empfehlen die Aktie aktuell zum Kauf.