
Studie öffentlich: Zinkmine von Cerro de Pasco Resources kann wachsen: PEA für Santander Pipe
Bereits im Februar hatte Cerro de Pasco Resources über die positiven Zahlen berichtet, die eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) für das Teilprojekt Santander Pipe ausweist. Nun sind die Unterlagen für Interessierte offiziell verfügbar.
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Am Mittwoch teilte das kanadische Ressourcenmanagement- und Bergbauunternehmen mit, dass die PEA für Santander Pipe auf SEDAR eingereicht wurde und auch auf der Unternehmenswebsite eingesehen werden kann. Darüber hinaus sind dort zusätzliche Details des technischen Berichts gemäß NI 43-101 zu finden.

Über Cerro de Pasco Resources
Das im Jahr 2012 gegründete und seit 2018 börsennotierte Unternehmen Cerro de Pasco Resources Inc. (ISIN: CA1568281051, WKN: A2N7XK) hat zurzeit zwei Bergbauprojekte in Peru im Portfolio. Flaggschiff ist die Bergbaukonzession El Metalurgista, auf deren Projektfläche sich die Erzhalde Excelsior und die Abraumhalde Quiulacocha befinden. Der Abraum stammt von der unmittelbar benachbarten Mega-Tagebaumine Cerro de Pasco, die (via Tochterfirma) von Volcan Compania Minera S.A.A. betrieben wird, einem der weltweit größten Zink-Silber-Blei-Produzenten. An Volcan ist wiederum der Rohstoff-Gigant Glencore als Mehrheitseigner beteiligt. Erst kürzlich hatte Cerro de Pasco Resources mit beiden Unternehmen eine Absichtserklärung über gemeinsame Ziele und einen Rahmen für eine Zusammenarbeit zur demnächst anstehenden ersten Explorations- und Erschließungsphase von Quiulacocha unterzeichnet. Zielsetzung bei der Entwicklung des Projektes ist die Aufbereitung des Abraums, der Metallgewinnung und der Umwandlung der restlichen Abfälle von Quiulacocha in grünen Wasserstoff und vermarktbare Nebenprodukte. Ein vielversprechendes Vorhaben, da El Metalurgista als eine der weltweit größten oberirdischen Mineralisierungsressourcen gilt.
Zudem betreibt Cerro de Pasco Resources das Zink-Silber-Blei-Projekt Santander inklusive der produzierenden Mine Magistral. Cerro de Pasco Resources will sowohl die Nutzungsdauer dieser Mine verlängern als auch die Konzessionsgebiete erweitern. Dazu gehört die Exploration zusätzlicher Erzkörper, etwa dem Teilprojekt Santander Pipe.
Über Santander Pipe
Das Brownfield-Projekt Santander Pipe stellt einen bedeutsamen strategischen Eckpfeiler für das gesamte Zink-Blei-Silber-Projekt Santander dar, das sich vollständig im Besitz von Cerro de Pasco Resources befindet. Faktisch handelt es sich bei Santander Pipe um die ehemalige Mine Santander, die vom Ende der Fünfzigerjahre bis in die frühen Neunziger von Compañía Minerales Santander betrieben wurde. Aufzeichnungen zufolge erbrachte die Mine während dieser Zeit über acht Millionen Tonnen Material mit 7 Prozent Zink, beträchtlichen Anteilen an Blei und Silber sowie etwas Kupfer. Santander Pipe befindet sich auf dem Projektareal unweit der aktuell produzierenden Mine Magistral, deren Tageskapazität zurzeit bei 2.500 Tonnen liegt. Zwischen 2013 und 2022 wurden aus Magistral über 7 Millionen Tonnen mit Zinkgehalten zwischen drei und fünf Prozent gefördert.
Santander Pipe bietet neben den für die PEA herangezogenen abgeleiteten spekulativen Ressourcen weitere potenziell abbaue Mineralisierungen (etwa die Erweiterung Pipe North und eine nicht abgebaute Mineralisierung oberhalb einer früheren Abbauebene) – es besteht somit Aufwärtspotential für das Projekt.

Die Highlights der PEA-Studie
Die in der vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung dargestellten Angaben beziehen sich auf den 31. Januar 2023 als Gültigkeitsdatum. Zugrunde gelegt wurden langfristige Metallpreis-Werte von 2.800 USD pro Tonne Zink, 9.002 USD pro Tonne Kupfer sowie 22 USD pro Unze Silber.
Die Gesamt-Cash-Kosten und All-in-Sustaining-Costs sind jedoch nicht als Kennzahlen laut GGAP (generally accepted accounting principles oder allgemein akzeptierte Buchhaltungsregeln) zu verstehen. Sie wurden vielmehr von Cerro de Pasco Resources in Übereinstimmung mit der Kostenstruktur geschätzt. Weitere unten aufgeführte Parameter sind dem PEA-Finanzmodell von DRA entnommen.
Die PEA-Studie beziffert für Santander Pipe einen Tagesdurchsatz von 2.500 Tonnen über einen Produktionszeitraum von fünf Jahren. Dabei würden 3,85 Millionen Tonnen Material verarbeitet. Der Erzgehalt für Zink wird bei 4,67 Prozent angesetzt, bei einer metallurgischen Rückgewinnungsrate von 89,0 Prozent. Für Kupfer wären es 0,11 Prozent Erzgehalt bei 70 Prozent Rückgewinnung. Die Produktion läge somit bei 313.600 Tonnen Zink- und 13.800 Tonnen Kupferkonzentrat.
Die Umsatzerlöse abzüglich der Produktionskosten (bei Preisannahmen wie oben angeführt) lägen bei 388,6 Millionen USD, die gesamten Betriebsausgaben bei 182,14 Millionen USD, anfängliche und anhaltende Investitionsausgaben bei 67,96 Millionen USD. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) beziffert die PEA-Studie auf 167,6 Millionen USD, den vorsteuerlichen freien Cashflow auf 99,6 Millionen USD.
Auf der Kostenseite lägen die Betriebskosten pro Tonne verarbeiteten Materials bei 47,35 USD, die C1-Barkosten pro Pfund Zink bei 0,82 USD, die nachhaltigen Gesamtkosten (AISC) bei 1,05 USD pro Tonne. (C1-Kosten sind eine Standardkennzahl als Bezugspunkt für die grundlegenden Bargeldkosten eines Bergbaubetriebs, um einen Vergleich innerhalb der Branche zu ermöglichen.)
Der Kapitalwert vor Steuern (bei 6 Prozent Steuersatz) wird in der Studie mit 71,3 Millionen USD angegeben (nach Steuern: 31,2 Millionen USD). Dabei liegt der interne Zinsfuß bei 46,6 Prozent vor Steuern und nach Steuern bei 25,1 Prozent. Die Amortisation nach Steuern würde nach 2,6 Jahren erfolgen.

Bildquelle: Cerro de Pasco Resources / pascoresources.com
Die Ökonomie des Projektes variiert natürlich in Relation zum tatsächlichen Marktpreis für Zink. In nachfolgender Tabelle sind vor- und nachsteuerliche Kapitalwerte und interne Zinsfüße in Relation zum als Rechenbasis angenommenen Pro-Tonne-Preis (2.800 USD) und möglichen Schwankungen nach oben und unten dargestellt.

Bildquelle: Cerro de Pasco Resources / pascoresources.com
Hier geht es zur vollständigen Studie: Santander Pipe PEA.


