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Virtuix HoldingsKI-System erweitert VR-Einsatz auf Autismus-Therapie

Ein neuer Partner erweitert das Gesundheitsprogramm rund um Omni One. Der Virtual Reality-Anbieter Virtuix startet im Januar 2027 einen standortübergreifenden Pilotversuch für Kinder mit Autismus.

von Verumo-Redaktion

Lesezeit 4 min
Titelbild: Virtuix Holdings

Virtuix Holdings ISIN US92835U1016 WKN A41H19 nimmt die LP Foundation in sein Programm für bewegungsbasierte Lern- und Therapieanwendungen auf. Gemeinsam mit der Rutgers University und Sirica Therapeutics untersucht das Technologieunternehmen den Einsatz seiner Virtual-Reality-Plattform Omni One bei Kindern mit Autismus.

Der Pilotversuch beginnt im Januar 2027 an mehreren Standorten. Systeme werden im neuen Förderzentrum der LP Foundation in New Jersey sowie im Therapiezentrum von Sirica Therapeutics in der San Francisco Bay Area eingesetzt.

Virtuelle Umgebungen trainieren Alltagssituationen

Omni One verbindet eine VR-Brille mit einer Plattform, auf der sich Nutzer körperlich in virtuellen Umgebungen bewegen. Künstliche Intelligenz und Ganzkörperbewegungen sollen dabei helfen, alltägliche Abläufe in einem kontrollierten Umfeld zu üben.

Rutgers University WINLAB hat die erste Entwicklungsphase der Anwendung abgeschlossen. Das Pilotprojekt umfasst voraussichtlich fünf virtuelle Umgebungen mit unterschiedlichen Szenarien und Schwierigkeitsstufen. Kinder sollen unter anderem das Überqueren einer Straße anhand von Ampelsignalen, die Suche nach einem freien Sitzplatz und die Orientierung in einem Supermarkt trainieren.

"Wir bringen diese Initiative aus Forschung und Entwicklung in reale Pilotprogramme mit Kindern", sagte Virtuix-Gründer und CEO Jan Goetgeluk. Die Tests sollen zeigen, ob die Plattform einen messbaren Nutzen für Autismus-Therapie und Alltagstraining bietet.

Partnernetzwerk öffnet Zugang zu Therapiezentren

Sirica Therapeutics plant den Aufbau von rund 100 Behandlungszentren für Autismus in den USA. Die LP Foundation ergänzt das Netzwerk um Förder- und Bildungsangebote für Menschen mit geistigen und entwicklungsbedingten Beeinträchtigungen.

Der adressierte Markt umfasst in den Vereinigten Staaten rund 12.000 Anbieter und Zentren für Applied Behavior Analysis. Diese Therapieform nutzt Lern- und Verhaltensmethoden, um soziale, kommunikative und praktische Fähigkeiten zu fördern. Klinische Ergebnisse aus dem Pilotprogramm liegen noch nicht vor.

Virtuix erweitert damit das Einsatzgebiet von Omni One über Unterhaltung und Simulation hinaus. Das Unternehmen verkauft seine Systeme bereits an Verbraucher, Unternehmen und staatliche Stellen. Zu den Einsatzfeldern gehören Verteidigungstraining, Robotik, Forschung und Gesundheitsanwendungen.

Gesundheitssektor gewinnt an strategischem Gewicht

Omni-One-Systeme wurden zuletzt an das US-Veteranenministerium verkauft. Ein medizinisches Zentrum in Detroit prüft Anwendungen bei posttraumatischen Belastungsstörungen, Angstzuständen, Schmerzbehandlung und Ergotherapie. Parallel untersucht die Florida Gulf Coast University die Plattform für neurologische Rehabilitation, Schlaganfallbehandlung sowie Physio- und Ergotherapie.

Das Autismus-Programm erweitert diese Gesundheitsstrategie um einen klar umrissenen Praxistest. Virtuix bringt dabei eigene Hardware, bewegungsbasierte Simulation und von Rutgers entwickelte Inhalte zusammen. Die Partner liefern Zugang zu Patienten, Therapeuten und mehreren realen Versorgungssituationen. Mit dem Pilotstart im Januar 2027 verlässt das Programm die Entwicklungsphase. Das Netzwerk aus Rutgers, Sirica und LP Foundation schafft die Grundlage für eine spätere Einführung in weitere Therapiezentren. Klinische Ergebnisse und erste kommerzielle Aufträge hieraus sind die nächsten Meilensteine für Virtuix in diesem Sektor.