
Kompaktere Chips: QuantumCore nimmt Engpass bei Quantenrechnern ins Visier
QuantumCore vermeldet die Entwicklung einer vierten Hardwaretechnologie für skalierbare Quantencomputer. Gemeinsam mit der University of Waterloo arbeitet das Unternehmen an magnetfreien kryogenen Zirkulatoren, die sich direkt auf Mikrochips integrieren lassen.
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Zirkulatoren erfüllen eine kritische Aufgabe: Sie lenken schwache Mikrowellensignale präzise zwischen Quantenprozessor und Ausleseelektronik und schützen die empfindlichen Qubits vor Störungen. Die heute in der Industrie eingesetzten Bauteile benötigen jedoch Ferritmaterialien und Permanentmagnete. Dadurch sind sie vergleichsweise groß und behindern den Bau kompakter Systeme.
Schaltungen im Millimeterbereich
Ein handelsüblicher kryogener Zirkulator misst ohne Anschlüsse etwa 22 × 25 × 10 Millimeter. Bei wenigen Auslesekanälen fällt dieser Platzbedarf kaum ins Gewicht. Quantencomputer mit Tausenden von Kanälen benötigen jedoch entsprechend viele Zirkulatoren, Kabel und Befestigungen innerhalb des stark gekühlten Systems. QuantumCore ISIN CA74767F1045 WKN A429HH ersetzt diese Komponenten durch nichtmagnetische Schaltungen im Chipformat. Die neue Technik nutzt zeitlich gesteuerte elektrische Signale, um Mikrowellen gezielt in eine Richtung zu führen – Permanentmagnete und Ferritmaterialien werden damit komplett überflüssig.
"Heutige Quantencomputer verwenden Zirkulatoren, die in Zentimetern gemessen werden, während die Halbleiterindustrie komplexe Schaltungen im Millimeterbereich fertigt", erklärt CEO Eugene Profis. Das Ziel ist es, diese Funktion auf kompakte Chips zu übertragen und direkt mit der eigenen Multiplexing-Technologie zu verbinden.
Neue Technik ergänzt Multiplexing und Signalverstärker
QuantumCore arbeitet bereits an kryogenen Multiplexing-Chips, die mehreren Qubits die gemeinsame Nutzung von Leitungen ermöglichen. Die neuen Zirkulatoren übernehmen perfekt abgestimmt die Richtungssteuerung und Abschirmung der Signale. Beide Technologien werden später in einem gemeinsamen Modul fusioniert.
Die Neuentwicklung ergänzt das Portfolio aus supraleitenden Signalverstärkern und Einzelphotonendetektoren. Damit deckt QuantumCore vier entscheidende Komponenten zwischen der Steuerelektronik und dem eigentlichen Quantenprozessor ab. Das Unternehmen fokussiert sich ganz bewusst auf die hochrelevante Hardware für Signalverstärkung, Verkabelung, Auslesung und optische Erkennung. Die Forschung erfolgt unter Leitung von Professor Raafat Mansour an der renommierten University of Waterloo.
Exklusive Lizenz und innovatives Portfolio
Die vertragliche Vereinbarung räumt QuantumCore eine vollständig bezahlte, gebührenfreie und exklusive Lizenz für die kommerzielle Nutzung der Forschungsergebnisse in kryogenen Anwendungen ein – inklusive dem Recht, Unterlizenzen zu vergeben. Damit ist der wirtschaftliche Zugriff auf die Technologie langfristig gesichert.
Das wachsende Chip-Technologieportfolio von QuantumCore zielt direkt auf kritische Engpässe im Quantencomputing ab. Angesichts mehrerer laufender Innovationen und eines erheblichen Kommerzialisierungspotenzials erscheint die Aktie im Verhältnis zu ihren langfristigen Wachstumschancen nach dem zuletzt heftigen Kursrückgang von 4,40 CAD im Hoch auf aktuell 1,65 CAD wieder günstig.
Innerhalb weniger Monate hat QuantumCore sein Hardwareportfolio deutlich verbreitert. Die einzelnen Programme befinden sich aktuell noch vor der kommerziellen Produktion. Funktionierende Prototypen, messbare Leistungsdaten und erste Industriepartner markieren die nächsten Meilensteine. Für Anleger repräsentiert die QuantumCore-Aktie ein breit aufgestelltes Quanteninfrastruktur-Portfolio, dessen weitere Bewertung an den erfolgreichen Übergang von der universitären Forschung zum herstellbaren Produkt gekoppelt ist.
