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Flop wie bei Metaverse?Analysten uneins über hohe KI-Investitionen von Meta

Erlebt Meta mit den hohen KI-Investitionen ein zweites Metaverse? Der Zuwachs beim Short Interest legt nahe, dass einige Marktteilnehmer dies so sehen. Viele Analysten sind jedoch deutlich optimistischer.

von Verumo-Redaktion

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Titelbild: [M] Verumo / verwendetes Bild: Igor Omilaev / Unsplash

Die Meta (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX) Aktie hat seit Jahresbeginn in USD gerechnet um mehr als 24 % zugelegt. Hedgefonds halten das Unternehmen offenbar zunehmend für überbewertet - und bauen Shortpositionen auf. Dies berichtet jedenfalls das Handelsblatt unter Berufung auf eine Auswertung des Finanzdatenanbieters S3 Partners.

Meta Aktie: Short Interest seit Jahresbeginn um 11 Mrd. USD gewachsen

Dem S3 Bericht zufolge ist das Short Interest seit Jahresbeginn um 11 Mrd. USD angewachsen. "Der Anstieg von Meta um elf Milliarden US-Dollar entspricht dem kombinierten nominellen Wachstum der Short-Positionen der auf Meta folgenden fünf Aktien und unterstreicht damit seine überragende Rolle in den aktuellen Short-Daten", zitiert das Blatt die Analysten von S3. Dies sei nur etwa zur Hälfte auf den Kursanstieg der Aktie zurückzuführen - der Rest des Zuwachses entfalle auf neu eröffnete Shortpositionen.

Der Anteil der leerverkauften Aktien am gesamten Free Float von Meta ist dem Bericht zufolge seit Jahresbeginn um 35 % gestiegen. Unter den Mag7 ragt dieser Wert heraus: S3 zufolge gibt es nur bei Meta jetzt mehr Short-Wetten als zum Jahresanfang.

Die Analysten vermuten, dass die bereits hohen und stark wachsenden Investitionen des Unternehmens in KI manche Anleger unruhig machen könnten. So gehörten "hohe Investitionen für Künstliche Intelligenz und Metaverse, Handels-/Zollrisiken, Wachstumsverlangsamung, höhere Bewertungen und ein schwächer werdender Werbemarkt" zu den Beweggründen der Shortseller.

Hohe KI-Investitionen: Bären fürchten zweites Metaverse

Vielleicht erwarten einige der Leerverkäufer, dass sich für Meta das wiederholt, was mit dem Metaverse bereits eingetreten ist: Hohe Investitionen ohne nennenswerten Effekt. Zu Beginn des Jahrzehnts hatte das Unternehmen massiv in das Metaverse investiert. Im letzten Quartal meldete die Abteilung Reality Labs, die das Metaverse betreut, einen operativen Verlust von mehr als 4,5 Mrd. USD - was dem Zwölffachen des Umsatzes im selben Zeitraum entsprach. Die Aktie verlor vor allem im ersten Halbjahr 2022 drastisch an Wert.

Wann sich die Investitionen in KI auszahlen, bleibt offen. KI wird bei Meta unter anderem zur Optimierung der Werbung eingesetzt. Die Cashreserven des Unternehmens gehen jedoch zurück.

Morningstar Analyst Malik Ahmad Khan teilt den Pessimismus im Hinblick auf Metas KI-Investitionen nicht. "Während sich die Investitionen des Unternehmens in Reality Labs nachweislich als unrentabel erwiesen haben, sind wir hinsichtlich der KI-Investitionen von Meta optimistischer. Wir glauben, dass die KI-Investitionen von Meta, insbesondere diejenigen zur Verbesserung der Werbetargeting-Algorithmen des Unternehmens, wertsteigernd sind", schrieb er in einem Bericht Ende Juli.

Morningstar: KI-Investitionen "wertsteigernd"

Neben der gezielten Anzeigenausrichtung investiere Meta zudem auch in kundenorientierte KI über den Chatbot Llama, der Nutzern in allen Anwendungen des Unternehmens zur Verfügung steht. "Obwohl eine Monetarisierungsstrategie für diesen Chatbot kurzfristig noch nicht greifbar ist, glauben wir, dass das Unternehmen die Nutzerinteraktion und die Verweildauer steigern könnte, indem es seinen Nutzern Zugriff auf einen Chatbot-Assistenten innerhalb der Meta-Anwendungen ermöglicht", so Khan.

Morningstar hatte den fairen Wert der Aktie zuletzt auf 850 USD angehoben. Die durch das Wall Street Journal befragten Analysten setzen das Kursziel im Median bei 875 USD sogar noch etwas höher an. 50 Analysten empfehlen die Aktie derzeit zum Kauf - vier weniger als vor einem und vor drei Monaten.

Meta hatte in den letzten vier Quartalen nicht nur die durchschnittlichen Erwartungen, sondern sogar die Spanne der durch Analysten erwarteten Ergebnisse übertroffen.