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Die besten Quantencomputing Aktien 2026

Quantencomputing vor Kommerzialisierung: Favoriten der neuen Ära

Quantencomputing entwickelt sich vom Zukunftsversprechen zum Börsenthema. Für Anleger entstehen neue Chancen entlang der gesamten Technologie-Wertschöpfungskette – von spezialisierten Pure Plays bis zu etablierten Tech-Konzernen.

von Verumo-Redaktion

Lesezeit 6 min
Titelbild: Galina Nelyubova / Unsplash

Vom Forschungsthema zum Investmenttrend

Wer in Quantencomputing-Aktien investieren möchte, steht 2026 vor einem grundlegend veränderten Markt. Quantencomputing galt lange als Laborwissenschaft ohne unmittelbaren Börsenbezug. Das hat sich geändert. Risikokapitalgeber investierten 2025 insgesamt 12,6 Milliarden US-Dollar in Quantentechnologie-Startups, das 6,3-Fache im Vergleich zum Vorjahr. Der globale Markt für Quantencomputing soll bis 2027 auf rund 7,6 Milliarden US-Dollar wachsen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von knapp 40 Prozent. McKinsey schätzt das Wertschöpfungspotenzial für alle Branchen, die Quantencomputing einsetzen, bis 2035 auf zwei Billionen US-Dollar.

Die besten Quantencomputing Aktien 2026

Für Anleger, die in Quantencomputer Aktien investieren wollen, stellt sich zuerst eine grundsätzliche Frage: Pure-Play-Unternehmen wie IonQ, D-Wave Quantum oder Rigetti Computing bieten direktes Exposure zum Thema, tragen aber das volle Einzeltitelrisiko. Große Technologiekonzerne wie Alphabet oder IBM betreiben Quantenforschung als Teil eines breiteren Geschäftsmodells und bieten mehr Stabilität. Daneben gibt es spekulativere Optionen wie etwa QuantumCore, die auf einzelne Infrastrukturkomponenten des Quantencomputing-Ökosystems setzen. Wir stellen die sechs interessantesten Quantencomputing Aktien 2026 vor, geordnet nach Marktkapitalisierung: Alphabet, IBM, IonQ, D-Wave Quantum, Rigetti Computing und QuantumCore.

UnternehmenISINWKN
AlphabetUS02079K1079A14Y6H
IBMUS4592001014851399
IonQUS46222L1089A3C4QT
D-Wave QuantumUS26740W1099A3DSV9
Rigetti ComputingUS76655K1034A3DE3J
QuantumCoreCA74767F1045A429HH

Alphabet: Quantencomputing als Teil eines stabilen Tech-Konzerns

Das Google Quantum AI Lab hat einige der wichtigsten Durchbrüche im Bereich Quantencomputing erzielt. Alphabet (ISIN: US02079K1079, WKN: A14Y6H) sorgte Ende 2024 mit dem Quantenchip Willow für Schlagzeilen, dokumentiert in der Fachzeitschrift Nature. Für Anleger, die Quantencomputing-Aktien mit geringerem Einzeltitelrisiko suchen, gilt Alphabet als stabilste Option im Feld: Das Quantenengagement ist Teil eines diversifizierten Konzerns mit etablierten Einnahmequellen aus Cloud, Werbung und KI-Diensten. Da viele Experten erste breite kommerzielle Anwendungen im Quantencomputing frühestens in den 2030er-Jahren erwarten, bietet Alphabet die Möglichkeit, am Thema teilzuhaben, ohne das volle Risiko eines reinen Quantencomputer-Titels zu tragen.

IBM: Größte Quantencomputer-Flotte und klare Roadmap bis 2029

IBM (ISIN: US4592001014, WKN: 851399) verfügt über die breiteste Quanteninfrastruktur im Konzernbereich und ist damit einer der etabliertesten Namen unter den Quantencomputing-Aktien. 2016 stellte das Unternehmen den ersten Quantenprozessor vor, 2019 folgte mit dem IBM Q System One der erste kommerzielle Quantencomputer. Gegenwärtig betreibt IBM die weltweit größte Flotte an Quantencomputern, ergänzt durch Qiskit, eine Software-Suite für ein durchgängiges Programmiermodell. IBMs Roadmap sieht für 2029 mit dem IBM Quantum Starling den weltweit ersten hochskalierenden, fehlertoleranten Quantencomputer vor, der über 200 logische Qubits mehr als 100 Millionen Quantenoperationen ausführen soll. Bis Ende 2026 will IBM zudem einen Quantenvorteil in Feldern wie Materialforschung und Quantenchemie nachweisen.

IonQ: Der höchstkapitalisierte Quantencomputer-Pure-Play

IonQ (ISIN: US46222L1089, WKN: A3C4QT) gehört zu den am weitesten kommerzialisierten Quantencomputerspezialisten und erzielt bereits nennenswerte Umsätze. Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz auf 130 Millionen US-Dollar, ein Wachstum von rund 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr. IonQ setzt auf Trapped-Ion-Technologie: Ionen werden als Qubits mit elektromagnetischen Feldern gefangen und manipuliert, was lange Kohärenzzeiten und niedrige Fehlerraten ermöglicht. Mit dem System Tempo erreicht IonQ bereits 64 algorithmische Qubits, für 2026 ist eine Demonstration eines 256-Qubit-Systems geplant. Zu den Kunden zählen Hyundai, AstraZeneca und Airbus. Mit rund 3,5 Milliarden US-Dollar Nettocash ist IonQ aktuell der am besten kapitalisierte Quantum-Pure-Play an der Börse.

D-Wave Quantum: Quantencomputing mit sofort nutzbaren Lösungen

D-Wave Quantum (ISIN: US26740W1099, WKN: A3DSV9) zählt neben IonQ zu den wenigen Quantencomputer-Aktien, hinter denen Unternehmen stehen, die bereits heute Produkte mit konkretem Kundennutzen anbieten. D-Wave setzt auf Quantenannealing, das besonders für Optimierungsprobleme in Logistik, Finanzwesen und Produktion geeignet ist. Im Rahmen eines US-Regierungsprogramms erhält D-Wave rund 100 Millionen US-Dollar staatliche Förderung. Der Umsatz wuchs im vergangenen Geschäftsjahr auf 24,6 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von rund 179 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle sechs Analysten, die die Aktie abdecken, empfehlen sie zum Kauf.

Rigetti Computing: Hardware-Wette mit staatlicher Unterstützung

Rigetti Computing (ISIN: US76655K1034, WKN: A3DE3J) ist einer der wenigen vertikal integrierten Quantencomputer-Hersteller: Das Unternehmen entwickelt und produziert seine supraleitenden Quantenprozessoren in der eigenen Fertigungsanlage Fab-1 in Berkeley, Kalifornien. Über die Plattform Quantum Cloud Services bietet Rigetti Zugang zu seinen Systemen per Cloud, was die Einstiegshürde für Unternehmenskunden niedrig hält. Im Rahmen des US-amerikanischen CHIPS Act hat Rigetti eine Absichtserklärung über 100 Millionen US-Dollar staatliche Förderung unterzeichnet. Das aktuelle Flaggschiffsystem Cepheus-1-108Q ist das größte modulare Quantencomputer-System des Unternehmens und seit 2026 über Amazon Braket verfügbar. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 7 Milliarden US-Dollar ist Rigetti kleiner als IonQ und D-Wave, bietet dafür aber einen spezifischeren Hardware-Investmentcase für Anleger, die auf die Fertigungsseite des Quantencomputing-Ökosystems setzen wollen.

QuantumCore: Quantentechnologie für Mikrochips

QuantumCore (ISIN: CA74767F1045, WKN: A429HH) ist ein kanadisches Unternehmen, das sich auf quantenbasierte Signalverarbeitungstechnologie spezialisiert hat. Im Mittelpunkt steht der KI-TWPA, ein quantenmechanischer Mikrowellenverstärker, der die Signalqualität bei der Auslesung von Quantenbits erheblich verbessern soll. Damit adressiert QuantumCore eines der zentralen technischen Hindernisse auf dem Weg zu fehlertoleranten Quantensystemen: die verlustfreie, rauscharme Signalverarbeitung auf Chip-Ebene. Anleger, die nicht auf ein einzelnes Endprodukt setzen wollen, sondern auf Infrastrukturkomponenten, die plattformübergreifend gefragt sein werden, finden in QuantumCore einen frühen Einstiegspunkt in dieses Segment.