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International Graphite Ltd.

International Graphite entwickelt eine westlich ausgerichtete Lieferkette für hochwertige Graphitprodukte. Im Mittelpunkt stehen neue Verarbeitungsanlagen in Collie in Westaustralien und im italienischen Porto Marghera, die ab 2027 Produktion und Umsätze ermöglichen sollen. Das eigene Springdale-Projekt bildet die langfristige Rohstoffbasis und eröffnet die Perspektive auf ein integriertes Geschäft von der Mine bis zum Kunden.

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Auf einen Blick

Was macht International Graphite und wie verdient das Unternehmen Geld?

International Graphite entwickelt eine Lieferkette für hochwertige Graphitprodukte außerhalb Chinas. Statt zunächst eine eigene Mine aufzubauen, setzt das Unternehmen auf Weiterverarbeitung von zugekauftem Konzentrat. Daraus entstehen mikronisierter Graphit für Schmierstoffe, Kunststoffe und Spezialanwendungen. Später sollen auch Produkte in Batteriequalität für Lithium-Ionen-Anoden folgen. Dieses Modell ermöglicht einen früheren Markteintritt und eine höhere Wertschöpfung pro Tonne.

Welche Produktionsstandorte sind geplant und wann sollen sie starten?

Zwei Standorte stehen im Mittelpunkt. In Collie, Westaustralien, entsteht eine Mikronisierungsanlage mit einer Anfangskapazität von 4.000 Tonnen pro Jahr, erweiterbar auf rund 7.500 Tonnen. Der Bauvertrag ist vergeben, die Ausrüstung bestellt, und beide Ausbaustufen sollen im zweiten Quartal 2027 fertig sein. In Porto Marghera bei Venedig plant ein Joint Venture mit Alkeemia eine europäische Plattform für zunächst 10.500 Tonnen pro Jahr, ebenfalls mit Produktionsstart in der zweiten Jahreshälfte 2027.

Welche Rolle spielt das Springdale-Projekt für die langfristige Entwicklung?

Das Springdale-Projekt liegt nahe Hopetoun an der Südküste Westaustraliens und umfasst rund 180 Quadratkilometer. Es verfügt über eine Ressource von 49,3 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 6,5 % Gesamtgraphit. Das oberflächennahe Vorkommen eignet sich für einen langlebigen Tagebau. Metallurgische Tests bestätigen, dass das Konzentrat auf Batteriequalität gereinigt werden kann. Springdale soll die eigenen Anlagen künftig mit Rohstoff versorgen, ein möglicher Baubeginn wird für 2028 genannt.

Warum ist die westliche Graphit-Lieferkette für Investoren interessant?

Die globale Graphitproduktion ist stark auf China konzentriert, sowohl bei der Förderung als auch bei der Raffination. Für westliche Industriekunden entsteht daraus ein erhebliches Lieferkettenrisiko. International Graphite adressiert genau diesen Bedarf mit Standorten in Australien und Europa. Eine integrierte Scoping Study modellierte vorsteuerliche Kapitalwerte von 375 Mio. AUD bis 603 Mio. AUD, abhängig vom Produktausbau. Das Unternehmen positioniert sich damit in einem strategisch wichtigen Markt mit wachsender Nachfrage.

Wie ist International Graphite finanziell aufgestellt?

Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 10,5 Mio. AUD, die Cash-Position beträgt etwa 4 Mio. AUD. Zuletzt wurde eine Platzierung über 4,4 Mio. AUD abgeschlossen, ergänzt durch staatliche Fördermittel. Die erste Baustufe in Collie ist mit 6,3 Mio. AUD budgetiert, die Erweiterung mit weiteren 1,7 Mio. AUD. Für das italienische Joint Venture sieht International Graphite einen Kapitalbeitrag von 12 Mio. AUD vor. Platzierung und Fördermittel stärken die Ausgangslage für die nächsten Entwicklungsschritte.

Wer sind die wichtigsten Partner von International Graphite?

Wogen, ein international tätiger Rohstoffhändler, soll mindestens 3.000 Tonnen Produkt pro Jahr vermarkten und bis zu 10.000 Tonnen Flockengraphitkonzentrat beschaffen. In Italien arbeitet International Graphite mit Alkeemia zusammen, das 51 % am Joint Venture hält und vorhandene Infrastruktur, Labore und Fachkräfte einbringt. Für eine mögliche Anlage für Blähgraphit wird zusätzlich mit Arctic Graphite und Graphite Investment Partners kooperiert. Dieses Partnernetzwerk deckt Beschaffung, Verarbeitung und Absatz ab.

Unternehmensdaten 
BrancheRohstoffe / Explorer
Marktkapitalisierung10,5 Mio. AUD
Ausstehende Aktien256,7 Mio. (Stand: Juli 2026)
Voll verwässert293,7 Mio. (Stand: Juli 2026)
Cash Positionca. 4 Mio. AUD
Options37 Mio. (Stand: Juli 2026)
FirmensitzAustralien
PräsentationInvestor-Präsentation Mai 2026

Investmenthighlights

  • Zwei Verarbeitungszentren in Westaustralien und Italien sollen 2027 den Betrieb aufnehmen

  • Collie ist zunächst auf 4.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt und kann auf rund 7.500 Tonnen erweitert werden

  • Das Alkeemia-Joint-Venture zielt in der ersten Phase auf 10.500 Tonnen Jahresproduktion

  • Wogen soll mindestens 3.000 Tonnen Produkt vermarkten und bis zu 10.000 Tonnen Konzentrat beschaffen

  • Springdale verfügt über 49,3 Mio. Tonnen Ressource mit durchschnittlich 6,5 Prozent Gesamtgraphit

  • Eine Platzierung über 4,4 Mio. AUD und staatliche Fördermittel unterstützen die Projektentwicklung

  • Das Management verbindet Metallurgie, Bergbau, Finanzierung und internationalen Rohstoffhandel

Strategie mit frühem Zugang zum Markt

International Graphite beginnt nicht mit dem langwierigen Aufbau einer Mine, sondern setzt zunächst auf Weiterverarbeitung. In der Anlaufphase soll Konzentrat von Drittanbietern bezogen und zu höherwertigen Industrieprodukten verarbeitet werden. Springdale wird parallel als spätere Eigenversorgung entwickelt. Damit kann der Markteintritt früher erfolgen und die Wertschöpfung je Tonne steigen. Das Produktprogramm umfasst mikronisierten Graphit für Schmierstoffe, Kunststoffe, Polymere und Spezialanwendungen. Später sollen sphärische, gereinigte und beschichtete Qualitäten für Batterieanoden hinzukommen.

Graphitmarkt mit strategischer Bedeutung

Graphit wird in Industrieprodukten, feuerhemmenden Materialien, Elektroden und thermischen Komponenten eingesetzt. Zugleich wächst seine Rolle in Lithium-Ionen-Batterien, deren Anoden überwiegend aus Graphit bestehen. Für westliche Kunden ist neben der Nachfrage vor allem die starke Konzentration von Förderung und Raffination in China ein Risiko. International Graphite adressiert diesen Bedarf mit Standorten in Westaustralien und Europa sowie Partnern für Beschaffung, Verarbeitung und Absatz.

Projekte entlang der Wertschöpfungskette

Collie als erster Produktionsbaustein

In Collie arbeitet seit 2023 eine Qualifikations- und Forschungsanlage, die Muster für Kundentests herstellt und Daten für die kommerzielle Linie liefert. Für die neue Mikronisierungsanlage wurde der Bauvertrag mit Prosser Built geschlossen. Die Ausrüstung der ersten Stufe ist bestellt, und beide Ausbaustufen sollen im zweiten Quartal 2027 fertiggestellt sein.

Die erste Stufe ist mit 6,3 Mio. AUD budgetiert, die Erweiterung mit weiteren 1,7 Mio. AUD. Wogen unterstützt die Anlaufphase mit Beschaffung und Vermarktung. Vorgesehen sind der Verkauf von mindestens 3.000 Tonnen pro Jahr und die Bereitstellung von bis zu 10.000 Tonnen Flockengraphitkonzentrat.

Collie und Springdale im Südwesten Westaustraliens
Collie und Springdale im Südwesten Westaustraliens
Bildquelle: International Graphite

Porto Marghera als europäische Plattform

Gemeinsam mit Alkeemia entsteht in einem Chemieareal bei Venedig eine europäische Verarbeitungsplattform. Alkeemia hält 51 Prozent, International Graphite 49 Prozent; die Gewinne sollen hälftig verteilt werden. Vorhandene Infrastruktur, Fachkräfte, Labore, Reinigungskapazitäten und Reagenzien sollen Kapitalbedarf, Betriebskosten und Realisierungszeit reduzieren.

Die Bewertung sieht zunächst 10.500 Tonnen Jahreskapazität und einen Kapitalbeitrag von 12 Mio. AUD durch International Graphite vor. Für den hälftigen Ergebnisanteil wurde auf Basis damaliger Marktannahmen ein jährliches EBITDA von 12,2 Mio. AUD dargestellt, ausdrücklich nicht als Finanzprognose. Die Produktion wird für die zweite Jahreshälfte 2027 angestrebt.

Geplante Einrichtungen der Graphitverarbeitungsanlage in Porto Marghera
Geplante Einrichtungen der Graphitverarbeitungsanlage in Porto Marghera
Bildquelle: International Graphite

Europäische Anlage für Blähgraphit

Mit Arctic Graphite und Graphite Investment Partners wird zusätzlich eine Anlage für Blähgraphit geprüft. Das Material wird im Brandschutz, zur Wärmedämmung und in industriellen Folien verwendet. Die Planung zielt auf rund 3.000 Tonnen pro Jahr. Vor einer Bauentscheidung müssen Machbarkeit, Standort und Finanzierung geklärt werden.

Springdale als langfristige Rohstoffquelle

Springdale liegt nahe Hopetoun an der Südküste Westaustraliens und umfasst rund 180 Quadratkilometer. Die Ressource beträgt 49,3 Mio. Tonnen mit 6,5 Prozent Gesamtgraphit, davon sind etwa 27 Prozent als Indicated eingestuft. Das oberflächennahe Vorkommen eignet sich grundsätzlich für einen langlebigen Tagebau.

Metallurgische Arbeiten zeigen, dass das Konzentrat für mikronisierte und sphärische Produkte verwendet und auf Batteriequalität gereinigt werden kann. Springdale soll später die eigenen Anlagen versorgen. Machbarkeitsstudien und Minenplanung laufen; vorbehaltlich der Genehmigungen nennt das Unternehmen 2028 als möglichen Baubeginn.

Springdale an der Südküste Westaustraliens
Springdale an der Südküste Westaustraliens
Bildquelle: International Graphite

Wirtschaftliches Potenzial und nächste Schritte

Eine integrierte Scoping Study für Springdale und Collie modellierte Mine, Konzentrator und nachgelagerte Verarbeitung. Je nach Produktausbau wurden vorsteuerliche Kapitalwerte von 375 Mio. AUD beziehungsweise 603 Mio. AUD berechnet. Diese frühen Werte bleiben von Finanzierung, Genehmigungen, Baukosten, Produktpreisen und Absatz abhängig.

Kurzfristig stehen der Bau in Collie, die Investitionsentscheidung für Porto Marghera, verbindliche Liefer- und Absatzverträge sowie die Springdale-Machbarkeitsarbeiten im Mittelpunkt. Platzierung, Fördermittel und Industriepartner verbessern die Ausgangslage, ersetzen jedoch nicht die vollständige Projektfinanzierung.

Fazit

International Graphite setzt auf einen frühen Einstieg in die margenstärkere Weiterverarbeitung, anstatt den Unternehmenswert allein an die Entwicklung einer Mine zu binden. Collie befindet sich im Bau, das italienische Joint Venture bietet Zugang zu einer etablierten Industrieplattform, und Springdale schafft die Option auf eine langfristige eigene Rohstoffversorgung.

Entscheidend bleibt, ob Finanzierung, Bau und Kundenqualifizierung planmäßig umgesetzt werden. Gelingt dies, kann International Graphite ab 2027 mehrere hochwertige Graphitprodukte anbieten und eine Position außerhalb der chinesisch dominierten Lieferkette aufbauen. Der große Hebel geht weiterhin mit typischen Finanzierungs-, Projekt- und Marktrisiken einher.

Management & Aufsichtsrat 
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David PassTechnical Director
Christoph FreyTechnical Advisor
Aidan Nania – Executive DirectorExecutive Director
Liam Farley – Non-Executive DirectorNon-Executive Director
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